Software-Kauf im EU Ausland mit ausl. MwSt.

Wie man die berechnete MwSt. im EU-Ausland wieder zurück bekommt, weiß ich auch noch nicht.
In der Umsatzsteuer-Voranmeldung in Deutschland macht man folgendes:
1. Man nehme den Bruttobetrag (Netto-Betrag plus ausländische Umsatzsteuer) und trage ihn in das Feld 60 „Steuerpflichtige innergemeinschaftliche Erwerbe“. (Der Bruttobetrag wird quasi als Nettobetrag eigesetzt). Elster rechnet hiervon 19% Umsatzsteuer aus.
2. Den Wert der automatisch ausgerechneten, künstlichen Umsatzsteuer trage man in das Feld 67 „Vorsteuerbeträge aus Leistungen im Sinne des § 13b Abs. 1 UStG (§15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 UStG)“ ein.
Die Umsatzsteuer wird also gleich wieder als Vorsteuer abgezogen.

Insgesamt bleibt die Anschaffung also im Inland umsatzsteuerlich neutral. Im Ausland hat man ans Ausland Umsatzsteuer bezahlt. Diese kann man nun grundsätzlich zurückfordern. Unklar dabei ist mir allerdings: es bekommt bei diesem Deal letztendlich kein Staat irgendeine Umsatzsteuer. Kann das sein?

Umsätze im Ausland

EU-Ausland
Für steuerfreie Umsätze ist 2009 das Feld 41 „Innergemeinschaftliche Lieferungen (§4 Nr. 1b UStG) an Abnehmer mit USt-IdNr.“ der Umsatzsteuer-Voranmeldung zuständig und keines der anderen.
(Hier bekommt man von Elster eine Erinnerung, dass man Quartalsweise die sogenannten Zusammenfassenden Meldungen an das Bundeszentralamt für Steuern machn muss).

Schweiz und Drittstaaten
Für steuerfreie Umsätze ist 2009 das Feld 45 „Ergänzende Angaben zu Umsätzen / Nicht steuerbare Umsätze (Leitsungsort nicht im Inland)“ zuständig und keines der anderen.
Wobei es beim Internet-Software-Download etwas unklar ist, wo der Leistungsort ist.

Bankgebühren

Wenn man diese an Kunden weitergeben will, sollte man 19% MwSt. draufschlagen, auch wenn die Bank diese selbst nicht berechnet.
Warum?
Im Allgemeinen ist eine Einzelfirma nicht berechtigt 0% MwSt.-Umsätze zu machen. Es geht also auch nicht, bei der Umsatzsteuererklärung im Feld 35 „Steuerpflichtige Umsätze / zu anderen Steuersätzen“, 0% einzutragen.
Andere Felder sind dafür ebenfalls ungeeignet.
Im Allgemeinen ist ja auch ein wenig Arbeit mit der Transaktion der Bank bei der Einzelfirma verbunden. Zuordnung, Abheften, auf Rechnung schreiben. Man hat also im Grunde nicht nur „Kosten weitergegeben“. D.h. man erbringt hier eine andere Leistung, als es die Bank in Rechnung gestellt hatte. Damit kann man diese „Bearbeitungsgebühren“ auch als ganz normale Leistung ansetzen und mit 19% versteuern.
Man sollte dann natürlich darauf achten, dass die bezahlten Bankgebühren als Nettowert mindestens in den „Bearbeitungsgebühren“ enthalten sind.

Umsatzsteuer-Voranmeldung nach Neugründung ist oft nicht möglich

Sollte man bei einer Neugründung einer Einzelfirma die Steuernummer erst viele Monate nach der Gründung bekommen, dann:
– ohne Steuernummer kann man keine Voranmeldung machen
– es dauert ein paar Tage zwischen der Anmeldung bei Elster-Online und der Aktivierung des Ganzen, also bis man den Aktivierungs-Code zugeschickt bekommt. Man kann also nicht kurz vor Ablauf der Fristen eine Erstabgabe tätigen.
– Wenn man zur monatlichen Abgabe der Voranmeldungen verpflichtet ist, dann kann man keine Quartalsmeldung machen. Im FA können sie das dann nicht abrufen/bearbeiten. Mir schlug man daher vor, die Gesamtzahlen für einen Vormonat anzugeben und für die Monate davor Null-Meldungen abzugeben.